Familie Heinbach

Mein Weg zu essbaren Wildpflanzen

Werdegang

Die Liebe zu Wildpflanzen war nicht von Anfang an da. Sie ist über viele Jahre gewachsen – durch Begegnungen, Erfahrungen und einen neuen Blick auf das, was direkt vor unserer Haustür wächst.

01

Aufgewachsen mit Biogartenbau

Ich bin mit einem biologisch bewirtschafteten Garten gross geworden. Als Kind gehörte die Gartenarbeit allerdings nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Was zwischen Gemüse und Früchten von selbst wuchs, war für mich vor allem Unkraut – und damit zusätzlicher Arbeitsaufwand.

Ich lernte, Früchte und Gemüse zu ernten, zu verarbeiten und zu geniessen. Die vielen anderen Pflanzen im Garten nahm ich zwar wahr, würdigte ihren Wert damals aber noch nicht.

Mirjam inmitten einer Bergwiese mit Wildpflanzen vor einer Berglandschaft
Mirjam in der Bergflora

02

Die Kraft der Pflanzen entdecken

Nach meiner Ausbildung zur Hebamme besuchte ich einen Teedrogen-Kurs. Dort begegnete ich Wild- und Heilpflanzen zum ersten Mal bewusst und lernte die Vielfalt und Kraft der Natur neu kennen.

Durch Aromatherapie und die Beschäftigung mit Teekräutern wurden diese ersten Erfahrungen vertieft. Pflanzen waren nun nicht mehr nur etwas, das im Garten wuchs, sondern etwas, dessen Wirkung und Möglichkeiten ich zunehmend verstehen wollte.

Glas mit einer farbenfrohen Mischung aus getrockneten Blüten und Kräutern
Blüten- und Kräutermischung

03

Ein prägendes Projekt in Gambia

Im Jahr 2008 unterstützte ich in Gambia ein Projekt mit den Schwerpunkten Gesundheit und Gartenbau. Gemeinsam vermittelten wir Menschen vor Ort, wie sich einheimische Wildpflanzen kultivieren, verarbeiten und für die eigene Gesundheit nutzen lassen.

Diese Erfahrung wurde zum Startschuss für meinen Wunsch, das Gelernte auch zu Hause umzusetzen. Der neue Blick auf heimische Pflanzen und ihre vielseitige Verwendung liess mich von da an nicht mehr los.

04

Der eigene Garten als Ausgangspunkt

Das Leben in der Stadt machte die praktische Umsetzung zunächst schwierig. Erst mit dem Umzug aufs Land und einem eigenen Garten entstand der Raum, um Pflanzen selbst zu beobachten, zu sammeln und mit ihnen zu arbeiten.

Damit begann meine eigentliche Reise mit essbaren Wildpflanzen – und aus dem früheren «Unkraut» wurde eine wertvolle Bereicherung für Küche, Gesundheit und Alltag.