Ahorn und Schweizer Birnbaum · Instrumentenbau
Cembalo-Springer
Cembalo-Springer sind kleine, feinmechanische Bauteile: Sie tragen die Plektra, mit denen die Saiten beim Tastendruck angerissen werden. Für ihre Herstellung sind exakte Maße, saubere Flächen und präzise Bohrungen entscheidend – unterstützt durch eigens angefertigte Hobelladen, Spezialwerkzeug und 3-D-gedruckte Bohrlehren. Die Springer wurden in historischer Bauweise nach den Hinweisen in Martin Skowronecks Werkstattbuch Cembalobau. Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Werkstattpraxis gefertigt.
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Rohmaterial aus Ahorn und Birnbaum
Für die Grundkörper der Springer wurde Ahorn ausgewählt. Die deutlich feineren Zungen entstanden aus Schweizer Birnbaum. Beide Hölzer wurden zunächst zu passenden Rohlingen vorbereitet.
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Grundkörper maßgenau aushobeln
Eine eigens gebaute Hobellade führt den Hobel und hält die schmalen Ahornrohlinge sicher in Position. Damit werden Dicke und Breite der Springer-Grundkörper maßgenau ausgehobelt. Eine separate Sägelade dient anschließend zum Einsägen des Schlitzes für die Zunge.
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Die feinen Zungen formen
Auch für die Zungen aus Schweizer Birnbaum entstand eine eigene Hobellade. Sie ermöglicht es, die notwendige Schräge an den sehr kleinen Werkstücken kontrolliert und gleichmäßig auszuhobeln.
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Stanzen und präzise bohren
Ein Spezialwerkzeug stanzt das rechteckige Loch für die Plektra sauber in die Zungen. Zwei 3-D-gedruckte Bohrlehren positionieren außerdem die Bohrung für die Zungenachse und die vertikale Regulierschraube wiederholgenau.
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Die fertigen Cembalo-Springer
Nach dem Einsetzen von Zunge, Achse, Plektrum und Regulierschraube sind die filigranen Einzelteile funktionsbereit. Die Feder, die die Zunge zurückstellt, besteht aus Schweineborsten. Der Dämpfer aus Filz fehlt am fertigen Springer noch. Eine passende Holzkassette, die bei dieser Gelegenheit gleich mit entsteht, hält die gefertigten Springer geschützt und geordnet.